Programm für Sonntag, den 22. August 2010
Shut the Moon
13:00 bis 13:45 Uhr
SHUT THE MOON sind Slatski, Paul Nohat und Klaaso. Drei hart bis zart besaitete Guitarreros, die schon immer Musik gemacht haben, bis sie das Schicksal zusammenführte. Seitdem basteln sie Songs, die aus einer abwechslungsreichen Mischung aus Akustik-Rock-, Folk-, und Pop-Sounds bestehen und nur darauf warten von euch betanzt zu werden.
Strange Country
14:05 bis 15:05 Uhr
Strange Country ist zuerst ein Sound. Ein mächtiger, warmer Klangkörper entsteht, wenn diese sieben Leute sich in ihre Songs fallen lassen. Es bildet sich ein fiebriges Geflecht aus Pedal Steel, Geige, Mandoline und einer 30-Dollar-Gitarre, jedes Mal aufs Neue, unreproduzierbar. Kontrabass und Schlagzeug finden ihren trägen Groove, darüber werden Texte über katastrophale Liebe inszeniert. Lola singt zum Sterben schön, mit unterkühltem Sex und gehauchten Andeutungen in der Stimme, kontrastiert in hazelwoodscher Manier von Mr. Flamingeaux’s knarrendem Bariton. Country? Fuck, no.
Notstrom
15:25 bis 16:10 Uhr
Jetzt knallt’s! WerWieWas? Die Sicherungen knallen…und zwar durch…bei den ersten Anschlägen von Lou, Timo, Nils und Dave wird nicht nur die Energieversorgung auf die Probe gestellt. Nein! Vielmehr die Nerven der Fans müssen alles geben, wenn die vier Hamburger die Bühne betreten. Notstrom erreichen Frequenzgänge in den Ohren ihres Publikums, von denen selbst die besten Ohr-Oh-Logen nichts wussten. Dort hinterlassen sie gezielt Suchstoffe, die einen unmittelbar infizieren.
Mr. Irish Bastard
16:30 bis 17:30 Uhr
Irish, weil es die Heimat von Sänger Mr. Irish Bastard himself ist und Punkrock, weil es das ist, was sie im Herzen tragen und weil es ehrlich und rauh ist. Dass diese 5 Damen und Herren wissen, wie man schmissige Songs schreibt, haben sie bereits auf den ersten Veröffentlichungen St. Mary's School Of Drinking und Bastard Brotherhood bewiesen. "A Fistful Of Dirt" liefert eine eingängige Mischung aus Folk und Punk, die den Hörer im einen Moment kräftig zwischen die Beine tritt und im anderen Moment versöhnlich auf einen Drink einlädt. Gitarrendominierte Songs wie "I Smell The Blood" reichen die brennende Fackel weiter an eher traditionell klingende Lieder wie "Ghosttrain", das im 3/4tel Takt zu überzeugen weiß. Der Cocktail aus Zigaretten, Bier, Whiskey und der rauchigen Stimme, die viele an Shane McGowan erinnert, wird durch klassische Instrumente wie Flöte, Mandoline, Akkordeon und Banjo abgerundet.
Das Pack
17:45 bis 18:30 Uhr
Schubladen sind was Tolles! Jeder Archivar würde sofort zustimmen: Da gehört Rock rein, dort stopft man HipHop hin. Und so weiter und so fort. Nervend allein die Belegstücke ohne klare Zugehörigkeit. Das beschäftigt das Hirn! Genau dergestalt verhält es sich mit „Das Pack“ aus der schönen Hansestadt: Oberbegriff: Rock! Klar soweit. Doch was ist mit den HipHop-Anleihen? Was mit den Metal-Zitaten? Und überhaupt: Isn’t it ironic? Durchaus. Vor allem aber gut. Man hat es hier nämlich mit zwei äußerst smarten Herren zu tun, die geschmeidig Pöter kicken und trotz humoristischer, bizarrer Texte und balladesker Ausflüge eindeutig zu rocken verstehen. Ein Profilneurotikerduo erster Güte, stehen sie beide als Frontmänner vor dem erstaunten Publikum und verwandeln auch Musikerpolizisten mit Abschußvergütung binnen kürzester Zeit in moshende Masse. Schlagzeug und siebensaitige E-Gitarren lassen keine Wünsche übrig, der Klangteppich stimmt, die Texte flowen kühl und souverän wie die Elbe bei Brise und die Meute singt mit. Da ist viel Bewegung drin und vorne stehen Pensen (auch bei den Monsters of Liedermaching) und Flozze und füttern den Raum mit feinstem Liedgut. Ob es dabei um dystopische Endzeitvisionen oder zwangsneurotische Phallushymnen geht, den Waschzwang als subkulturellen Trend oder Schlächtergesänge der metallischen Rockzunft - Fakt bleibt, daß „Das Pack“ ein eigenes Universum baut und beherrscht.
5Bugs
19:00 bis 20:00 Uhr
“Butter bei die Fische” – Lang gefackelt wurde bei 5Bugs sowieso nie, erst recht nicht wenn es ums Live-Spielen ging. Auch im neunten Jahr nach der Bandgründung werden diese fünf kein bisschen leiser: wo sich andere Bands zur Ruhe setzen, geht es hier erst richtig los. Nicht umsonst sind die Konzerte der Band landesweit berüchtigt. Ein gut gemixter Cocktail aus allem was die Rock-Genre-Schubladen so hergeben – fein abgeschmeckt mit viel Herz und Berliner Schnauze. Nach der wohlverdienten Verschnaufpause Anfang 2010 sind die Jungs heißer denn je auf die Konzertbühnen der Republik. Ein ereignisreiches Jahr zwischen Album-Release, Videodrehs, Radio-Features, Fototerminen, Festivals und einer ausgedehnten Live-Tour mit dem dritten Studioalbum „Best Off“ (Rockhit Records/Universal) liegt hinter 5Bugs. Auch ohne die Geldverbrennungsmaschine eines Majors hat sich die Band im Musikgeschäft behaupten können und wagt einen erneuten Angriff auf den Titel „spielstärkste Band des Landes“ – denn energetische Konzerte, bei denen kein T-Shirt trocken bleibt, sind für 5Bugs schon immer eine Herzensangelegenheit gewesen.
Monsters of Liedermaching
20:30 bis 22:00 Uhr
Einer spontanen Eingebung folgend, gründeten sich die Monsters of Liedermaching im Sommer 2003 auf dem Hamburger „Rockspektakel“-Festival. Der Philosophie „die Gesamtheit ist mehr als die Summe ihrer Teile“ instinktiv folgend, setzen sich dort die sechs Liedermachersolisten einfach gemeinsam auf die Bühne und unterstützen sich in ihren Songs gegenseitig: Ein Konzept der Extraklasse. Die Monsters merkten rasch, daß das funktioniert, drum blieben sie dabei. Die Band war geboren. Nun touren die Herrschaften bereits unermüdlich im verrückten siebten Jahr, die Konzerte werden stetig zahlreicher, voller und ausgelassener. Auch ihr Repertoire erweitert sich ständig: Ob harte Mitsingrocknummern, punkige Pogoanimationen, sanfte Balladen oder tanzbare Popmelodien – Akkustikgitarren, Chöre und diverse Kleininstrumente schaffen locker das, wozu andere Großorchestrierung und hierarchische Bandgefüge benötigen: Gute Unterhaltung! Die deutschsprachigen Texte wandeln dabei unablässig zwischen wirr und virtuos, ernst und albern, vor allem aber: frei von thematischen Grenzen. Kein Tellerrand ist hoch genug, um nicht mehrere Blicke darüber hinaus werfen zu können.